Kleine Reibungen verraten oft mehr als laute Vorwürfe. In dieser Szene kippt ein Status-Update durch ungünstige Wortwahl, unklare Verantwortung und knappe Zeit. Die Beteiligten üben, Subtext zu hören, Interessen zu trennen und die Metaebene anzusprechen. Ziel ist nicht Sieg, sondern Deeskalation: Vereinbarungen prüfen, Bedürfnisse benennen, Optionen öffnen. So werden Konflikte handhabbar, bevor sie Projektpläne gefährden.
Das SBI-Prinzip – Situation, Verhalten, Wirkung – gibt Halt, ohne menschliche Wärme zu verlieren. Im Spiel wird ein konkreter Vorfall benannt, eine beobachtbare Handlung beschrieben und ihre Auswirkung gespiegelt. Die Antwortseite übt aktives Zuhören, Nachfragen und Commitment. Am Ende stehen klare nächste Schritte, die beide tragen. Feedback wird so vom Risiko zum gemeinsamen Entwicklungswerkzeug, auch wenn Kameras ausgeschaltet sind.
Ein kurzer Chat, ein schnell gesetztes Emoji, und schon prallen Deutungen aufeinander. In dieser Szene kollidieren Direktheit und Höflichkeitsnormen, während Deadlines drücken. Teilnehmende erproben Rückversicherungen, paraphrasieren Absichten und verabreden explizite Arbeitsabsprachen. Das Spiel entlarvt stillschweigende Annahmen und zeigt, wie Klarheit, Neugier und wohlwollende Interpretation produktive Reibung in kreative Kooperation verwandeln können.
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